Aachen/Trier/Uelzen. Wenige Tage vor ihrem 10-jährigen Bestehen hat Trianel zwei weitere Gesellschafter gewinnen können. Mit der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs GmbH (SWT) und den Stadtwerken Uelzen GmbH sind die Gesellschafter Nr. 43 und 44 zu Trianel gestoßen. Damit hat sich seit der Gründung die Anzahl der Trianel-Gesellschafter verelffacht.
Am 8. Juni 1999 hatten die Stadtwerke Aachen AG, die ASEAG Energie, die Niederrheinwerke Viersen und die Nutsbedrijven Maastricht (NL) das europäische Stadtwerke-Netzwerk aus der Taufe gehoben.
Heute stammen die Gesellschafter aus neun Bundesländern, Österreich und der Schweiz.
Mit den Stadtwerken Trier hat erstmals auch ein Gesellschafter aus Rheinland-Pfalz Anteile gezeichnet.
Trier hat sich für Trianel aus Überzeugung entschieden, so SWT-Vorstand Dr. Olaf Hornfeck: „Wir praktizieren Kooperationen bereits in vielen Bereichen unseres Unternehmens. Mit der Expertise von Trianel im Dienstleistungs- und Beschaffungsbereich wollen wir unsere operativen Prozesse und unseren Energieeinkauf optimieren.“
Darüber hinaus prüfen die SWT, die rund 65.000 Gas- und Stromkunden in Trier und dem Umland versorgen, auch die Möglichkeit einer weitergehenden Zusammenarbeit. Hornfeck: „Zudem öffnen sich durch die Beteiligung an Trianel für uns Türen zu Projekten, die unsere eigene Tragfähigkeit überschreiten, wie der Gasspeicher Epe oder auch die Beteiligung an Großkraftwerken.“
Jede Menge Kreativität bringen auch die Stadtwerke Uelzen in die Trianel-Gesellschafterrunde. Die Niedersachsen sehen sich als lokales Stadtwerk als unabhängige Alternative zum Erzeuger-Oligopol. „Unsere Unabhängigkeit können wir in einem Netzwerk gleichgesinnter Partner am besten sichern, zum Wohl unserer Stadt und unserer Kunden“, so Geschäftsführer Markus Schümann. Die Innovationsfreude ihrer Stadtwerke erleben die Uelzener Tag für Tag. So versorgt Uelzen als erstes Stadtwerk Niedersachsens seine Kunden mit 100 Prozent Naturstrom aus Wasserkraftwerken. Schümann: „Jeden Euro, den wir einnehmen, investieren wir in die Lebensqualität der Uelzener, ein Ziel, für das es sich doppelt lohnt zu arbeiten.“
Der Sprecher der Trianel Geschäftsführung Sven Becker sieht in dem Beitritt der beiden Gesellschafter eine Bestätigung für das konsequent verfolgte Geschäftsmodell: „So unterschiedliche Strukturen Trier und Uelzen als Stadtwerke haben, so sehr eint die beiden das gemeinsame Ziel, mit gleichberechtigten Partnern und Trianel ihre Position im Markt zu verbessern und damit ihre Unabhängigkeit weiter zu untermauern. Und genau aus dieser Überlegung wurde Trianel vor zehn Jahren gegründet.“
Bereits im Februar hatten die Stadtwerke Wedel GmbH (STW) (Niedersachsen) als erster neuer Gesellschafter des Jahres 2009 den Beitritt vollzogen. Rund 19.000 Haushalte versorgen die STW mit Strom, 5.500 Kunden mit Gas.
Trianel ist mit jetzt 44 Gesellschaftern Europas größtes Stadtwerke-Netzwerk. Für den Strom- und Gashandel besitzt das Aachener Unternehmen einen eigenen Trading Floor. Seit 2007 ist Trianel auch in der Erzeugung aktiv. In Hamm/Westfalen wird ein hochmodernes 800-MW-Gas- und Dampfkraftwerk betrieben und in Gronau-Epe an der deutsch-niederländischen Grenze ein unterirdischer Gasspeicher. Zurzeit baut Trianel ein 750-MW-Kohlekraftwerk im westfälischen Lünen. Das nächste Großprojekt steht ebenfalls kurz vor der Umsetzung: 40 Kilometer vor der Küste der Ostfriesischen Insel Borkum will Trianel mit 28 weiteren Stadtwerken den Offshore-Windpark Borkum West II bauen. Ab 2012 sollen sich hier 80 Windräder der 5-MW-Klasse drehen.
14.06.2009
Trier und Uelzen werden Trianel-Gesellschafter



