Krefeld/Duisburg. „Sagt mal, wann fangt ihr denn an zu bauen?“ Das war eine der am häufigsten gestellten Fragen auf dem Krefelder Wochenmarkt, zumindest am Infostand von Trianel und Chempark. Auf dem Chempark-Gelände in Krefeld-Uerdingen soll das zweite hochmoderne Trianel Kohlekraftwerk entstehen. Im Vorfeld der Demonstration in Uerdingen am vergangenen Samstag hatten sich Trianel und Chempark entschieden, mit Marktständen in Uerdingen und im benachbarten Duisburg-Rheinhausen die Bürger über das Projekt zu informieren. „Unsere Erfahrungen aus Lünen zeigen, wir müssen raus zu den Menschen“, begründet der Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG (TKL), Martin Hector, den auf den ersten Blick ungewohnten Kommunikationsweg: „Viele diffuse Ängste lassen sich im direkten Gespräch zerstreuen, denn die meisten Bürger haben keine gefestigte Meinung, sondern eine eher neutrale Grundhaltung.“ Auch bei der Demonstration gegen das Kohlekraftwerk selbst war der Marktstand vor Ort, keine 25 Meter von der Rednertribüne entfernt. Während über die Lautsprecheranlage die ehemalige NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) mit kernigen Sätzen die angeblichen Gefahren durch Kohlekraftwerke beschwor, erläuterte Martin Hector Bürgern am Infostand, warum das Kraftwerk in Krefeld-Uerdingen ökologisch und ökonomisch nicht nur Sinn macht, sondern auch die rund 7.000 Arbeitsplätze im Chempark Uerdingen sichern hilft.
14.06.2009
Wochenmarktstände sorgen für mehr Aufklärung
< zurück


