Hamm-Uentrop: Kraft aus Gas und Dampf
Chancen erkennen, Visionen leben, Innovationen voranbringen, Tatsachen schaffen. Dafür steht das erste kommunale Gemeinschaftskraftwerk in Deutschland, das nach zwei Jahren Bauzeit im Oktober 2007 in Hamm-Uentrop in Betrieb gegangen ist.
Die im Kraftwerk verwendete hochmoderne Gas- und Dampfturbinentechnologie kombiniert sowohl hohe wirtschaftliche als auch besonders umweltfreundliche Vorteile. Neben geringen spezifischen Investitionskosten, einer schnellen Bauzeit und einer hohen Flexibilität im Kraftwerkseinsatz zeichnet sich die Anlage durch geringe Emissionen und eine hohe Energieeffizienz aus. Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 57,5 % zählt das Kraftwerk zu den besonders umweltfreundlichen Anlagen und übererfüllt alle Anforderungen der 13. Bundesemissionsschutzverordnung bei weitem.
Lünen: Europas modernstes Steinkohlekraftwerk im Bau
Im Atomkonsens der Bundesregierung ist vereinbart, die vorhandenen Kernkraftwerke bis 2020 vom Netz zu nehmen – ein gutes Viertel der bisherigen Stromerzeugungskapazität muss also im kommenden Jahrzehnt durch neue Kraftwerke abgedeckt werden.
Zusätzlich sind Kraftwerke auf Basis des fossilen Energieträgers Steinkohle weitestgehend überaltert und dementsprechend wenig effizient. Die entstehende Versorgungslücke kann weder mit Gaskraftwerken noch mit Kraftwerken für regenerative Energien vollständig geschlossen werden.
Ein zukunftsfähiger Energiemix muss daher auch auf Steinkohle als Energieträger für den Grundlastbereich setzen. Sie schafft Versorgungssicherheit, da sie aus verschiedenen Ländern sicher importiert werden und auch auf lange Sicht zu annehmbaren Preisen beschafft werden kann. Nicht zuletzt bedeutet das Ersetzen überalterter Anlagen durch moderne Kohlekraftwerke einen erheblichen Gewinn für die Umwelt. Nach dem Bau des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks in Hamm-Uentrop baut Trianel daher ein modernes Kohlekraftwerk am Standort Lünen, um seinen Gesellschaftern einen intelligenten Energiemix im Erzeugungsbereich zu bieten. Das Kraftwerk wird 750 MW netto leisten, dies entspricht jeweils der Energiemenge, die für die Versorgung von 1,6 Millionen Haushalten benötigt wird. Der Wirkungsgrad liegt in Lünen mit rund 46 Prozent deutlich über dem Wert veralteter Kraftwerke.
Krefeld: Ein Kohlekraftwerk mit bislang unerreichtem Wirkungsgrad
Ein weiteres 750-MW-Steinkohlekraftwerk plant Trianel am Standort Krefeld-Uerdingen im CHEMPARK.
Das Genehmigungsverfahren wurde bereits eingeleitet. Durch Nutzung des Dampfes im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung wird der Wirkungsgrad 57 Prozent betragen, eine Effizienzsteigerung, von der sowohl Gesellschafter als auch die Umwelt profitieren werden.
Epe: Gas auf Lager – bessere Position im Markt
Erdgas ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Energieversorgung. Fast ein Viertel des Primärenergieverbrauchs in Deutschland wird durch Erdgas gedeckt, bei der Beheizung von Wohngebäuden ist es sogar fast ein Drittel.
Seit dem Jahr 2000 ist auch der Gasmarkt liberalisiert, um neuen Anbietern einen Marktzugang zu ermöglichen und den Wettbewerb zu erhöhen. Erdgas muss in einem engen und hart umkämpften Markt beschafft werden. Die Schaffung der erforderlichen rechtlichen und technischen Voraussetzungen ist gerade für kleinere Anbieter wie kommunale Unternehmen bedeutend, die die Flexibilität brauchen, Erdgas außerhalb der traditionellen Lieferstrukturen möglichst unabhängig und günstig einzukaufen.
Eine Voraussetzung hierfür sind Erdgasspeicher. Sie ermöglichen es, sowohl saisonale als auch kurzfristige Schwankungen von Erdgasnachfrage und Erdgasangebot effizient auszugleichen. Aus dem Speicher heraus werden die Bedarfsspitzen der Kunden gedeckt, was durch die Verringerung des Leistungspreises zu einer deutlichen Optimierung der Bezugssituation führt. Saisonale Preisschwankungen an den europäischen Gashandelsplätzen können darüber hinaus zum Vorteil der Speicherbetreiber genutzt werden.
Mit dem Gasspeicher Epe hat Trianel gemeinsam mit 13 Energieversorgungsunternehmen das erste kommunale Gasspeicherprojekt verwirklicht. Unterteilt in drei Kavernen verfügt die Anlage über ein Arbeitsgasvolumen von mehr als 128 Millionen Kubikmetern, was einer energetischen Leistung von rund 1,5 Milliarden Kilowattstunden entspricht. Die Verdopplung der Kapazität durch den Zukauf einer weiteren Kaverne ist bereits in fortgeschrittener Planung. Die gegenwärtige Ausspeicherleistung der Anlage beträgt in der Summe 300.000 Kubikmeter pro Stunde; die gesamte Einspeicherleistung beläuft sich auf 150.000 Kubikmeter pro Stunde.









