Aachen. Im April 2011 starteten 25 Energieversorgungsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit der Trianel GmbH ein Pilotprojekt zur Markteinführung von Smart Metern. Die mittlerweile 41 am Projekt beteiligten Unternehmen werden bis Ende Oktober ein Umsetzungskonzept für Smart Metering erarbeitet haben. Die beteiligten Unternehmen stehen für über vier Millionen Gas- und Stromzähler, sogenannten Zählpunkten. Jedes Stadtwerk erhält in den kommenden Wochen seinen individuellen Business Case, der die verschiedenen Möglichkeiten und Kosten zur Einführung von elektronischen Haushaltszählern für alle Versorgungsprodukte ausweist.
Aufgrund der zahlreichen Nachfragen nach den maßgeschneiderten Geschäftsmodellen hat Trianel sich zu einer Fortführung des für weitere Teilnehmer offenen Smart-Meter-Projekts entschlossen. Die dadurch weiter steigende Zahl an Zählpunkten führt unweigerlich zu einer weiteren Preisdegression bei Beschaffung und dem Betrieb einer gemeinsamen Datenplattform.
Die vier Themenbereiche Beschaffung, Betrieb, Recht und Tarifoptionen aus der ersten Projektphase werden auch in Phase 2 ausführlich behandelt. „So wollen wir eine gemeinsame Wissensbasis für alle Teilnehmer schaffen und den bereits aktiven Unternehmen die Möglichkeit eröffnen, weitere Mitarbeiter zum Thema Smart Meter zu schulen“, so Tim Karnhof, Projektleiter Smart Meter der Trianel GmbH.
Lag das Augenmerk des Trianel Smart Meter-Umsetzungsprojekts in Phase 1 mehrheitlich auf dem Entwickeln von Lösungen, um die Grundbedürfnisse eines modernen Smart Metering Systems abzubilden, wird in der Phase 2 der Schwerpunkt auf Mehrwertprodukten für Stadtwerkkunden liegen. „Damit greifen wir einen ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer der ersten Projektphase auf, die Smart Meter auch für Ihre Kunden greifbar machen wollen“, betont Karnhof.
Schwerpunktthemen ab Dezember 2011 sind die Bereiche
- Smart Home also regelbare Elemente im Haus von A wie Akku bis Z wie Zentralheizung, aber auch sensorgesteuerte Fenster und Türen.
- Altersgerechtes Wohnen. Gemeint sind damit Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden und verbessern mit dem Ziel, die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen.
- Energieeffizienz. Hier geht es um den Einsatz intelligenter Lösungen, die dafür sorgen, dass gleicher Komfort mit weniger Energieeinsatz im Bereich Haushaltstechnik erreicht werden kann.
Tim Karnhof: „Diese Themen aus Phase 1 und 2 beschreiben das, was zukunftsorientierte Energieunternehmen ausmacht. Denn längst schon sind sie dabei, sich vom Ansprechpartner im Bereich Energieversorgung hin zum Energiedienstleister zu entwickeln. Und was heute häufig noch auf den gewerblichen oder industriellen Bereich beschränkt ist, wird sich in absehbarer Zeit auch auf den Endkundenbereich übertragen lassen“, weiß Karnhof aus den zahlreichen Gesprächen mit Fachleuten und aus den Stadtwerken.
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