Aachen/ Die Trianel Power Projektentwicklung GmbH & Co. KG (TPPE) führt derzeit intensive Gespräche mit weiteren kommunalen Versorgungsunternehmen über eine Beteiligung am geplanten Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) in Hamm-Uentrop. „Auf Grund des hohen Interesses auf der kommunalen Seite gehen wir davon aus, dass noch bis Ende des Jahres die gesamte Kraftwerksleistung von 800 Megawatt ausgebucht sein wird“, so Christian Becker, Geschäftsführer der Trianel European Energy Trading GmbH.
Die starke Nachfrage ist gleichzeitig ein Indiz dafür, dass die Absicherung und Diversifizierung des Strombezugsportfolios im Sinne einer Risikostreuung zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Sich weiter verknappende Kapazitäten, steigende Brennstoffkosten sowie die voraussichtlichen CO2-Kosten weisen eindeutig auf einen langfristigen Anstieg der Strompreise hin. Jetzt zu handeln und sich durch den Einstieg in die Erzeugung mehr Flexibilität bei der Strombeschaffung zu sichern, ist deshalb von erheblicher strategischer Bedeutung“, führt Martin Hector, Geschäftsführer der TPPE aus.
Insgesamt ist die Realisierung des Projektes bis zur Aufnahme des Dauerbetriebs der Stromerzeugungsanlage im September 2007 auf einem guten Wege. Derzeit läuft bereits das europaweite Ausschreibungsverfahren zum Anlagenbau und zur Wartung & Instandhaltung. Die Vergabe soll an einen Generalunternehmer erfolgen. Fünf Anbieter haben sich in einem Teilnahmeverfahren bereits qualifiziert. Die notwendigen Genehmigungsanträge werden in Kürze beim Regierungspräsidenten Arnsberg eingereicht. „Alle Beteiligten arbeiten in diesem Projekt mit großem Engagement Hand in Hand. Gerade unser Konzept macht es jedem beteiligten Unternehmen möglich, sich aktiv in die Gestaltung der Rahmenbedingungen einzubringen“ stellt Becker dar. Und weiter: „Ich bedauere sehr, dass ich an diesem bisher einmaligen Projekt bedingt durch meinen Wechsel zu den Stadtwerken Solingen zum 1.1.2005 nicht mehr bis zum ersten Spatenstich und bis zur Inbetriebnahme mitwirken kann. Aber ich werde das Projekt noch bis Jahresende aktiv unterstützen“, so Becker.

