Aachen/Köln. Nach dem Stadtwerke EnergieRad© bringt in Zukunft der Stadtwerke EnergieRoller© jede Menge Watt auf die Straße. Das Trianel Netzwerk e-Mobilität hat in den vergangenen
Monaten gemeinsam mit dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen nach einer vorgeschalteten, umfassenden Marktanalyse drei Fahrzeuge auf Herz und Nieren getestet. In Köln wurden den Netzwerk-Mitgliedern jetzt die Testergebnisse und der ausgewählten e-Roller vorgestellt.
„Die Sicherheit des Rollers ist wichtigstes Kriterium bei unserem Test. Ins Resultat fließen aber auch alle anderen Faktoren ein, denn wir möchten unseren Netzwerkmitgliedern nur Roller empfehlen, die technisch, optisch und von der Verarbeitung her überzeugen“, so Markus Espig, technischer Trianel Projektberater.
E-Roller sind für die Stadtwerke beispielsweise als Ergänzung im eigenen Fuhrpark für kurze Dienstfahrten sinnvoll. Denn sie stoßen in Straßenverkehr vor Ort keine Schadstoffe aus, sind geräuschärmer und verursachen mit Kosten zwischen 70 Cent und 1,20 € pro 100 Kilometer nur ein Viertel der Kosten Benzin-getriebener Roller. Darüber hinaus lassen sich in vielfältigen Projekten, wie z.B. im Rahmen eines Feldtests, wichtige Praxiserfahrungen zu Nutzungsverhalten und Infrastrukturbedürfnissen erzielen.
Für die Vorauswahl des Tests waren technische Eckdaten, zahlreiche Herstellergespräche und eigene Testfahrten die Auswahlkriterien. Die Entscheidung fiel letztlich für die e-Roller ,Scooter Skillz Florida’, ,e-max 90S’ und ,Govecs „GO! S1.2’. „Damit haben wir Roller aus allen Preissegmenten berücksichtigt“, so Manuel Woste, Projektleiter e-Mobilität bei der Trianel.
Alle Roller verfügen über Blei-Gel-Akkus, mit denen realistisch Reichweiten von mindestens 50 km realisiert werden können – also ideal für den innerstädtischen Verkehr. Vergleichbare Li-Ion-Akkus sind zwar etwa 30 kg leichter, der Mehrwert steht aber in keinem Verhältnis zu den enormen Mehrkosten von bis zu 2.000 €.
Fazit des Testes: Wer langjährige Markterfahrung hat, der bringt auch das unter Sicherheitsaspekten beste Modell an den Start. Bereits seit fünf Jahren rollen speziell für den Elektroantrieb konstruiert Zweiräder des Herstellers e-max auf der Straße.
Dieser Erfahrungsvorsprung machte sich auch im aktuellen Test bemerkbar. Bei den Untersuchungen zur elektrischen Sicherheit haben sich bei dem 3.000 € teuren Roller bislang keine relevanten Mängel gezeigt. Damit bestätigt sich auch das Ergebnis des aktuellen ADAC-Vergleichstests, bei dem der e-Max90 als mit großem Abstand sicherster Roller im Test abschnitt.
Eine optisch sehr ähnliche Rahmenkonstruktion wird auch in dem 3.500 € teuren Roller von Govecs verwendet. Wichtigstes Unterscheidungskriterium aber ist der Antrieb. Der Govecs setzt, anders als der e-max und Scooter Skillz nicht auf einen Radnabenmotor. Er wird von einem zentralen E-Motor und einen Zahnriemen zum Hinterrad angetrieben.
Der preiswerte Retro-Roller (1.800 €) von Scooter Skillz ist mit 2 kW Antriebsleistung etwas schwächer motorisiert. Ansonsten zeigt der in China produzierte Roller, der dort schon tausendfach auf den Straßen unterwegs ist, keine Schwächen und überrascht im RWTH-Test durch eine solide Elektrik.
„Die im Netzwerk engagierten Stadtwerke stehen später mit ihrem guten Namen für die ausgewählten Produkte“, so Manuel Woste. Entsprechend gründlich geht das Netzwerk im Auswahlverfahren vor. „Gerade jetzt zeigen sich wieder die Vorteile des gemeinsamen Handelns“, erläutert Woste weiter. Ein Stadtwerk allein könne die Vorauswahl aus zahlreichen am Markt erhältlichen Modellen meist nicht so schnell und effektiv leisten oder die Skaleneffekte erzielen, die ein Netzwerk von über 50 Stadtwerken allein bei der Beschaffung generieren kann.
Zum Netzwerk Elektromobilität der Trianel GmbH:
Im deutschen Markt gilt des Netzwerk ein Jahr nach seiner Gründung als größter Stadtwerkverbund zum Thema Elektromobilität. „Das Netzwerk e-Mobilität ermöglicht als interaktive Plattform Stadtwerken, das in ihren Unternehmen vorhandene Wissen einzubringen, zu teilen und gemeinsam auszubauen. Gepaart mit der Kompetenz der Trianel werden Produkte entwickelt, Risiken minimiert und die entstehenden Synergien für jedes Stadtwerk maßgeschneidert nutzbar gemacht“, betont Manuel Woste, Leiter Elektromobilität bei der Trianel GmbH. Im Versorgungsgebiet der 50 Netzwerkmitglieder leben rund 8 Mio. Menschen.
Welche Bedeutung elektrische Mobilität in Zukunft haben wird, zeigen die Planungen der EU. Nach Brüsseler Vorgaben sollen schon 2030 nur noch 50 % aller Fahrzeuge in Städten mit Verbrennungsmotoren unterwegs sein. 2050 sollen in Europas Städten ausschließlich elektrisch angetriebene Automobile fahren dürfen. Manuel Woste: „Auf dem Weg zu diesem Ziel sind e-Roller ein konsequenter Schritt in Richtung neuer städtischer Mobilität.“
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