Aachen/Krefeld. "Der geplante Bau des Kohlekraftwerk im Chempark Krefeld-Uerdingen ist gestern einen großen Schritt voran gekommen", begrüßt der Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft, Martin Hector, die gestrige Ratsentscheidung.
Am Abend entschied sich der Krefelder Rat mit über 80prozentiger Mehrheit und den Stimmen von CDU, SPD, FDP und von Oberbürgermeister Gregor Kathstede den Weg für den Bau des neuen Kohlekraftwerks im Chempark Uerdingen grundsätzlich freizumachen. "Die Ratsauflagen zur Einhausung der Kohlelager und der Transportwege nach der Entladung werden wir erfüllen", versicherte Hector. Zudem werde Trianel jetzt umgehend auf die Behörden zugehen, um das weitere Vorgehen zur zukünftigen Kohleanlieferung über den Krefelder Hafen abzustimmen.
Auch der Betreiber des Chemparks Krefeld-Uerdingen, Currenta, begrüßt den Ratsentscheid. "Das Kraftwerk hilft uns, den Chemiestandort attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten. Das ist auch für die Arbeitsplätze in der Region wichtig", so Chempark-Leiter Dr. Stefan Dresely. Jetzt müsse zeitnah die Feinabstimmung mit den Behörden erfolgen.
Wenige Stunden vor dem Ratsbeschluss hatte am Donnerstag auch der nordrhein-westfälische Landtag ein industriepolitisches Signal gesetzt. Die Abgeordneten beschlossen mehrheitlich, den Industriestandort NRW zu stärken und auch auf eine konsequente Umsetzung des Kraftwerkserneuerungsprogramms hinzuwirken.
03.04.2009 - Trianel
Politik setzt klare Signale

