„Die Roadshow war aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Das Interesse war enorm“, so wertet Holger Schöße, Pressesprecher der GSW, Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen-Bönen-Bergkamen, an dieser Stelle stellvertretend für seine Kollegen Carsten Grasmück aus Trier und Harald Feine aus Soest sowie Katharina Schimek und Alexander Fuchs aus Heidelberg die Veranstaltungen in der Rückschau.
Seit Ende Mai waren diese vier Städte Stationen der e-Mobility-Roadshow, veranstaltet vom Trianel Netzwerk e-Mobilität mit dem Bundesverband eMobilität aus Berlin.
Im Rahmen der Veranstaltungen wurden verschiedene elektrisch getriebene Fahrzeuge vorgestellt. Über Tausend Kunden der vier Stadtwerke sind mit Fahrrädern und Autos Probe gefahren und haben zahlreiche Fragen rund um diese Zukunftstechnologie gestellt. Angeschlossen haben sich der e-Mobilitäts-Roadshow jetzt noch enwor, energie und wasser vor Ort, Herzogenrath, deren Veranstaltung für den 8. Oktober terminiert ist. Weitere, zum Beispiel in der Schweiz, wollen noch folgen.
„Elektromobilität ist für uns ein wichtiges Zukunftsthema. Wir möchten als Bindeglied zwischen technischen Lösungen und alltäglicher Nutzung dazu beitragen, den Strom auf die Straße zu bringen“,
so der Vorstand der Stadtwerke Trier (SWT), Dr. Olaf Hornfeck. „Wir sehen in der Elektromobilität die Zukunft des Individualverkehrs, daher möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern bereits heute die Gelegenheit bieten, die unterschiedlichsten Formen der Elektromobilität zu erfahren“, unterstreicht Alfons Bröker, Geschäftsführer der Stadtwerke Soest, die Motivation, diese Roadshow auszurichten. „E-Mobilität wird einen festen Platz in einer zukunftsfähigen Mobilität 2020 einnehmen“, ist Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie, überzeugt, „Experten prognostizieren einen Marktanteil von 10 bis 20 Prozent. Daher wollen wir mit unserem Partner in Heidelberg jetzt schon die Weichen in die richtige Richtung stellen.“
Das Interesse und die Begeisterung nach den Tests der verschiedenen Fahrzeuge sind groß. „Total genial, tolle Konstruktion, ich würde mir ein E-Bike kaufen“, meinte Lutz Gellermann. Und auch Renate Götz-Riebe, die ein angegriffenes Knie hat, sagte: „Ich überlege schon, ob ich mir so ein Elektro-Rad kaufe.“ Beide stehen stellvertretend für diejenigen, die in Soest die Fahrzeuge testen.
„Elektrofahrräder liegen schon seit einigen Jahren im Trend“, weiß Thomas Spinnen, Leiter Neue Technologien bei Trianel GmbH, der sich gemeinsam mit dem Projektleiter Markus Espig mit dem Thema beschäftigt.
„Es ist ein Vorurteil, dass sich gerade Ältere mit dem Thema befassen“, weiß Markus Espig. Auch überzeugte Spritsparer, die sich aber keinen Elektroroller kaufen möchten oder eines der heute noch sehr teuren Autos, greifen gerne auf die Alternative E-Bike zurück. „Gerade in Gegenden mit viel Berg und Tal möchten sie mit moderater Anstrengung von A nach B kommen, ohne zu sehr zu schwitzen“. Auch aus seinem Kollegenkreis hat der Aachener Projektleiter häufig gehört: „Ich würde gerne mit dem Rad zur Arbeit kommen, aber wo kann ich duschen oder mich umziehen, wenn ich nach einigen Kilometern Berg und Tal am Firmensitz ankomme?“ Allerdings: Ganz ohne Treten kommt man auch mit den E-Bikes nicht dauerhaft vom Fleck. „Sonst ist der Akku schnell leer und dann werden die Fahrräder auch schnell schwer beim Treten“, weiß er aus eigener Anschauung. „Man muss auch das mal im Test ausprobiert haben“, meint er schmunzelnd.
Wohl dem, der eine Steckdose in der Nähe und im Fall des Falles etwas Zeit im Gepäck hat. „Ein völlig entladener Akku braucht nun mal Ladezeit. Am Arbeitsplatz stehen dem Akku eines Rades nahezu überall Steckdosen zur Verfügung. Für Roller sind Steckdosen als „Zapfsäulen“ derzeit noch Mangelware und für Autos erst recht. „Und damit sind natürlich auch schon weitere wichtige Themen angesprochen“, weiß Thomas Spinnen.
Der Arbeitgeber sollte informiert werden, wenn man ein E-Bike an einer Steckdose lädt. „Es haben schon Mitarbeiter Abmahnungen erhalten, weil sie ihr Handy im Dienst geladen haben“, weiß er. Ladestationen mit Abrechnungsfunktionen, eine umfassende Infrastruktur, rechtliche Bestimmungen und vieles mehr sind für die flächendeckende Einführung von Elektro-Fahrzeugen auf zwei und vier Rädern wichtig. Und mit allen Themen rund um Nutzungsfragen, Geschäftsmodelle, Technik und Marktvergleiche befasst sich das Trianel Netzwerk e-Mobilität gemeinsam mit den angeschlossenen Partnern. Und: Den Netzwerk-Mitgliedern ist wichtig, dass die Elektro-Fahrzeuge mit zwei oder vier Rädern mit Strom aus regenerativen Energien betrieben werden. „Wird die E-Fahrzeugflotte ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben, kommt es zur angestrebten Einsparung von Treibhausgasen. Nur so bringen wir Klimaschutz auf die Straße“, so Thomas Spinnen.
(Zeichen 4.847)
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