Köln/Aachen. Sechs Monate Arbeit stecken zwischen zwei Buchdeckeln und auf 200 Seiten Text im "Umsetzungskonzept Smart Metering - Phase I". Heute (11.10.2011) wurde das Konzept inklusive individueller Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für den Roll-out von intelligenten Zählern den Vertretern von 41 Energieversorgern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz übergeben. Sie hatten sich seit April 2011 an der Erarbeitung beteiligt.
Seitdem die Bundesregierung die Energiewende beschlossen hat, haben sich auch die gesetzlichen Pflichten für den Einbau intelligenter Zähler bei bestimmten Kundensegmenten und die Anforderungen an die Messsysteme geändert. Im Rahmen des im April 2011 gestarteten Umsetzungskonzepts Smart Metering befassten sich schon vor diesen Änderungen vier Arbeitskreise mit der Technologie, dem rechtlichen Rahmen, Betreiberrollen und Prozesseffizienz sowie der Beschaffung und den weiterführenden Produkten als Ergänzung zum Smart Metering. Im Alten Wartesaal in Köln stellte Trianel heute den rund 110 Vertreterinnen und Vertretern der insgesamt 41 am Projekt beteiligten regional geprägten Energiedienstleistern jetzt das Ergebnis der Phase I in gedruckter Form zur Verfügung.
"Mit der Verabschiedung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes sind viele Regelungen in noch zu erstellende Rechtsverordnungen und technische Richtlinien verschoben worden", so Tim Karnhof, Projektleiter Smart Metering der Trianel GmbH.
"So sehr dieses Verfahren die Verabschiedung der Gesetze beschleunigt hat, wurde die Konkretisierung in die Zukunft verschoben. Dies führt zwangsläufig auch zu einer Verzögerung der Einführung von intelligenten Messsystemen. Dennoch haben unsere Ergebnisse auf Basis der analysierten Effekte uneingeschränkte Gültigkeit und zeigen Wege auf, wie sich Energiedienstleister positionieren können", ergänzt Sven Becker, Sprecher der Trianel Geschäftsführung.
Zentrales Ergebnis der Studie ist: Kooperationen im Bereich Smart Metering sind "Trumpf". Das wird heute schon deutlich, was den "Betrieb der neuen Datenzentralen" und die "Gemeinsame Beschaffung" angeht. Die Projektbeteiligten haben vor diesem Hintergrund beschlossen, weiter zusammenarbeiten. Zum einen soll die gesetzliche Entwicklung im Bereich Smart Meter verfolgt und zugleich eine zweite Projektphase gestartet werden. "Damit wird die Kooperation auf eine noch breitere Basis gestellt. Das Projekt ist nach wie vor für weitere Teilnehmer offen", erläutert Karnhof. "Die Kernthemen der jetzt abgeschlossenen Phase I des Projektes werden auch in Phase II detailliert betrachtet und weiterentwickelt." Selbstverständlich werden die neuen Teilnehmer auf den aktuellen Stand gebracht", so Thomas Spinnen, Bereichsleiter Geschäftsentwicklung Stadtwerke der Trianel. Ergänzt werden diese Inhalte durch serviceorientierte Themen wie Smart Home, Smart Security, Energieeffizienz und Altersgerechtes Wohnen. "Bei Smart Home geht es um Dienstleistungsangebote für Stadtwerke in den Bereichen Haustechnik. Gemeint sind damit Energiezähler, Heizungs-, Belüftungs- oder Lichtsteuerung, aber auch das Vernetzen von Elektrohaushalts- oder Multimedia-Geräten", so Karnhof.
Im Bereich des Altersgerechten Wohnens sollen mit Produkten und Dienstleistungen neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbunden werden. Ziel ist, endkundenorientierte Dienstleistungspakete zu schnüren, die die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten erhöhen. Intelligente Lösungen sorgen im Bereich der Energieeffizienz dafür, dass gleicher Komfort mit weniger Energieeinsatz im Bereich Haushalts-, Heiz- und Energietechnik erreicht wird. "Stadtwerke sind längst schon nicht mehr ,nur' Energie- oder Wasserlieferant", betont Becker: "Mit ihren zahlreichen Beratungs- und Service-Angeboten wandeln sie sich zunehmend zu Energiedienstleistern."
Ansprechpartner Trianel GmbH: Elmar Thyen, Leiter Unternehmenskommunikation
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