Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk

Maximale Rendite durch Erzeugungsoptimierung

Sep 2017

Der Blick auf die Intraday-Notierungen der Strombörse Epex Spot zeigt es deutlich: Die Stundenpreise für die Megawattstunde Strom schwanken an den Großhandelsmärkten erheblich. In windigen Nächten oder an sonnigen Wochenenden können die Preise bei einem erheblichen Überangebot an Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen sogar in den negativen Bereich rutschen: so beispielsweise am Wochenende 19./20. August 2017, als die Spotmarktpreise an der Epex Spot an beiden Tagen nachmittags für mehrere Stunden unter 0 € fielen – mit bis zu –14,40 €/MWh. Andererseits klettern vor allem in den Wintermonaten die Stundenpreise auch über 100 €: beispielsweise am 24. Januar 2017, als um 7:00 Uhr morgens die Stunde für über 160 €/MWh gehandelt wurde.

Diese Volatilitäten am Strommarkt spielen eine immer größere Rolle bei der Entscheidung über die Fahrweise von Anlagen. Wärmegeführt – das galt jahrzehntelang für Blockheizkraftwerke (BHKW) und Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie für Speicher. Der anfallende Strom wurde dabei meist als Abfallprodukt oft wenig gewinnbringend am Strommarkt vermarktet. Doch die Stadtwerke denken um. Sie suchen nach neuen Erlösmöglichkeiten. Eine ist es, die beschriebenen Volatilitäten auszunutzen. Mit steuerbaren Anlagen lassen sich hier durchaus erhebliche Deckungsbeiträge realisieren.

Erhebliche Erlösmöglichkeiten durch flexible Fahrweise

Das bestätigen auch die Betreiber von „Flexperten“, einer Onlineseite für Biogasanlagenbetreiber: „Wer flexible BHKW-Leistung anbieten konnte, hatte im Januar 2017 die Chance, damit kräftige Gewinne einzustreichen“, heißt es dort. Der Betreiber einer KWK-Anlage mit 500 kW Anlagenleistung, der auch einen Speicher unterhält, habe seinen Ertrag um über 6.000 Euro aufbessern können – „nur durch zeitliche Verlagerung seiner Tagesproduktion auf die attraktiven Einspeisezeiten.“ Lukas Glimm, Optimierungsexperte bei Trianel, bestätigt die Einschätzung der „Flexperten“: „Bis zu 120.000 Euro pro Megawatt Anlagenleistung im Jahr könnten die Betreiber von steuerbaren BHKW und KWK-Anlagen zusätzlich damit erlösen.“

Doch für viele Stadtwerke gehört es nicht zum Kerngeschäft, ihre dezentralen Erzeugungsanlagen tagtäglich für den Strommarkt zu optimieren. Hier bietet sich Trianel mit ihrem Dienstleistungsangebot „Fahrplanoptimierung“ an. Sie übernimmt dabei die Einsatzoptimierung der flexiblen Anlagen jeglicher Größe. Vielen Stadtwerken ist dabei wichtig, dass sie die Handlungshoheit über ihre Erzeugungsanlagen behalten, damit sie flexibel auf ihre Wärmefahrpläne reagieren können. Das stellt Trianel sicher. Das Stadtwerk bleibt Herr der BHKW- und/oder KWK-Anlage und/oder des Speichers.

Experten ermitteln die höchsten Deckungsbeiträge

Trianel spricht mit der Erzeugungsoptimierung kleine und große Stadtwerke, aber auch Industriebetriebe an. Sie analysiert zunächst die Versorgungs- wie die Erlösseite. Dabei ermitteln die Optimierungsexperten aufgrund der aktuellen Spotpreise an den Großhandelsmärkten die höchsten Deckungsbeiträge der Anlagen. Aufgrund dessen stellen sie den Kunden einen werktäglichen Fahrplanvorschlag für ihre Erzeugungsanlagen zur Verfügung. Die betrachteten Fragestellungen sind sehr vielfältig und reichen von der Anlagenoptimierung an allen relevanten Märkten über die Schattenbewirtschaftung bis hin zur Wirtschafts-, Revisions- und Investitionsplanung.

Um genau auf die Bedürfnisse der Unternehmen einzugehen, hat Trianel zwei Modelle zum Fahrplanmanagement in ihr Portfolio eingestellt. Die Basis-Version richtet sich an Unternehmen mit geringerer Erzeugungsleistung. Sie kann in deren Fahrplanmanagement integriert werden. Im Premium-Angebot wird ein speziell auf den Kunden zugeschnittenes mathematisches Modell aufgebaut und mit einer täglich aktualisierten Fernwärme- und Strompreisprognose optimiert. 

Jetzt Anlagenfahrweise optimieren

Informiert bleiben?