Zurück zur Übersicht

28.07.2026

Trianel Digital Lab, Stadtwerke Tübingen und retoflow validieren Digitalen Zwilling für Fernwärmenetz

Pilotprojekt validiert: Netzmodell bildet reale Betriebsdaten auch bei komplexer Erzeugerstruktur zuverlässig ab

Aachen. Das Digital Lab der Trianel GmbH hat gemeinsam mit der Stadtwerke Tübingen GmbH und dem Softwareunternehmen retoflow GmbH ein sechsmonatiges Pilotprojekt zum Digitalen Zwilling im Fernwärmenetz abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand ein digitales Modell des Fernwärmesystems im Tübinger Stadtteil Südstadt, das anhand von realen Messdaten validiert wurde. Ziel des Kooperationsprojekts war es, Optimierungspotenziale im Netzbetrieb zu identifizieren und die Basis für eine künftige Echtzeitanalyse der Wärmeverteilung zu legen.

 

Die Stadtwerke Tübingen planen den Ausbau ihres Fernwärmenetzes und wollen zusätzlich Solarthermie einbinden, deren Einspeisung naturgemäß stark schwankt. Für die Netzsteuerung braucht es dafür ein belastbares Modell mit Zugriff auf Echtzeitdaten. Ein virtuelles, rechenfähiges Abbild des physischen Netzes mit Anbindung an Live-Daten, ein sogenannter Digitaler Zwilling, bildet die technische Grundlage des Pilotprojekts.

 

„Das Pilotprojekt demonstriert, dass der Digitale Zwilling auch in einem gewachsenen und dezentral geprägten Fernwärmenetz präzise und praxistaugliche Ergebnisse liefert“, erklärt Dr. Michel Muschkiet, Senior Projektmanager Digitalisierung im Trianel Digital Lab. „Für Stadtwerke entsteht damit ein leistungsfähiges Werkzeug, mit dem sich Netzausbau und Betriebsführung fundiert planen lassen.“

 

Im Projektverlauf schärfte das Team das Modell schrittweise und passte es an die realen Gegebenheiten des Tübinger Netzes an. Temperaturverläufe im Netz lassen sich dadurch mit hoher Genauigkeit berechnen. Gleichzeitig sank die Rechenzeit von zunächst mehreren Stunden auf unter eine Stunde. Diese deutlich verkürzte Rechendauer ist eine wichtige Voraussetzung für den praxisnahen Einsatz im Live-Betrieb.

 

„Wir sehen, dass sich reale Temperaturverläufe im Modell bereits mit hoher Genauigkeit abbilden lassen“, sagt Christoph Hübner, Projektleiter Wärmeversorgung bei den Stadtwerken Tübingen. „Das Projekt hat uns wichtige Erkenntnisse geliefert, wie wir unsere Datenbasis für den Netzbetrieb weiter stärken und für die Zukunft weiter optimieren können.“

 

„In der engen Zusammenarbeit mit Trianel und den Stadtwerken Tübingen konnten wir zeigen, dass unsere Software auch bei einer komplexen, dezentralen Erzeugerstruktur wie in Tübingen performant und zuverlässig arbeitet“, erklärt Simon Drauz-Mauel, Geschäftsführer bei retoflow.

 

Nach Abschluss des Pilotprojekts sollen der Digitale Zwilling in einem nächsten Schritt in den Live-Betrieb überführt und weitere Tübinger Fernwärmenetze in das Modell integriert werden. Langfristig ist eine Sektorenkopplung mit den Bereichen Wasser und Strom vorgesehen.

 

Weitere Informationen unter:

www.trianel.com 

 

Folgen Sie uns auf LinkedIn 

 

 

Ansprechpartner:

Ingela Marré, Pressesprecherin
Fon +49 241 41320-543 | Mobil +49 160 899 47 19 | Mail i.marre@trianel.com

 

Thorben Braß, Referent Unternehmenskommunikation
Fon +49 241 41320-245 | Mobil + 49 160 933 959 83| Mail t.brass@trianel.com

 

 

Über Trianel

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel begleitet seit der Gründung im Jahr 1999 Stadtwerke auf ihrem Weg der Transformation mit dem Ziel, ihre Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit im Energiemarkt zu stärken. Heute bündeln über 100 kommunale Gesellschafter und Partner ihre Interessen bei Trianel - in der Projektentwicklung erneuerbarer Energien, im Energiehandel und in der Energiebeschaffung sowie in der Entwicklung von Flexibilitätsoptionen. Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen bei der Optimierung von Geschäftsprozessen entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette.

Diese Pressemeldung gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.

Zurück zur Übersicht