STADTWERKE AWARD 2018: Die sechs Nominierten stehen fest

Eine Experten-Jury aus Energiewirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien schickt sechs Konzepte um die begehrte Auszeichnung „Das Stadtwerk der Zukunft“ ins Rennen.

09.07.2018

 Für die diesjährige Verleihung des STADTWERKE AWARD 2018 stehen die Nominierten fest. Eine Experten-Jury aus Energiewirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien schickt sechs Konzepte um die begehrte Auszeichnung „Das Stadtwerk der Zukunft“ ins Rennen. Qualifiziert haben sich:

• die Energieversorgung Halle GmbH (EVH GmbH)
• Stadtwerk am See GmbH & Co. KG (Überlingen)
• die Stadtwerke Lübeck GmbH
• die Stadtwerke Trier AöR
• die Thüga Aktiengesellschaft (München) und
• die Wuppertaler Stadtwerke GmbH.

Vor der Preisverleihung im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongresses am 18. und 19. September 2018 in Köln können auch die Leser der ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft über die diesjährigen Sieger mitentscheiden und ihre Stimme abgeben: https://www.zfk.de/unternehmen/stadtwerke-award/

Mit rund 30 Bewerbungen haben sich so viele Unternehmen wie noch nie für den STADTWERKE AWARD beworben. Die Auszeichnung prämiert jährlich Vorzeigeprojekte aus der Stadtwerke-Landschaft, die die Unternehmen voranbringen und die Energiewelt von morgen gestalten. „Die Bewerbungen sind sehr heterogen und reichen von kreativen Kundenlösungen über die Entwicklung von Software-Tools und innovativen Quartierlösungen, bis hin zu neuen Konzepten für die interne Unternehmensaufstellung und Elektromobilität“, sagt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke-Kooperation Trianel. „Die Vielzahl der Bewerbungen und unterschiedlichen Konzepte zeigen, dass Stadtwerke die Anforderungen durch veränderte Kundenbedürfnisse, Digitalisierung und Sektorkopplung intelligent in ihren Leistungen der Daseinsvorsorge umsetzen.“

Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) dazu: „Stadtwerke sind Innovationstreiber. Das zeigen die nominierten Unternehmen eindrucksvoll. Sie entwickeln zum Beispiel innovative Konzepte für Kunden- und Kooperationsbeziehungen oder investieren in neue digitale Technologien. Mit ihrem Engagement gestalten sie proaktiv die Energiewelt von morgen und ebnen den Weg hin zur Gigabit-Gesellschaft der Zukunft.“

 Sechs Unternehmen hat die dreizehnköpfige Jury nominiert. Als weitere Stimme können die Leser der ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft über die Gewinner 2018 entscheiden. Die ZfK-Umfrage ist am Montag, den 9. Juli 2018 gestartet und endet am Montag, den 23. Juli 2018. Die ZfK-Publikumsstimme geht mit einem Drittel in das Endergebnis ein. Die übrigen zwei Drittel entfallen auf die Jury. Zur Umfrage: https://www.zfk.de/unternehmen/stadtwerke-award/

Die Nominierten:
Die Energieversorgung Halle GmbH (EVH GmbH) möchte mit dem Projekt „Energie Initiative“ Halle (Saale) einen Rahmen für eine zukunftsfähige Energieversorgung schaffen. Mit einem Bündnis aller großen Energieabnehmer in Halle, stärkt die EVH die Fern-Wärmeinfrastruktur in Halle und baut diese zukunftsfähig aus. Das Zusammenwirken von Erzeuger und Verbraucher soll dabei über klare Nutzenargumente für alle neu definiert werden. Es handelt sich um ein ganzheitliches Projekt von der Integration der erneuerbaren Energien bis zur Modernisierung der Wärmenetze. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit der Energieversorgung langfristig zu sichern und wirtschaftliche und gesellschaftliche Ziele der Energiewende mit dem Interesse des Verbrauchers zu verbinden.

 Auch die Stadtwerke Trier AöR setzen mit ihrem Projekt „Energie und Technikpark- Gemeinsam Mehrwert entwickeln“ auf eine Quartierslösung und Sektorkopplung. Dazu wird ein integriertes und nachhaltiges Gewerbegebiet entwickelt, welches die im kommunalen Klärwerk erzeugte Energie und die Energie von PV-Dachanlagen nutzt. Der Projektansatz eines gemeinsamen Betriebshofes von Stadt und Stadtwerken mit der Überschussenergienutzung eines benachbarten Standortes und die Realisierung als zertifiziertes nachhaltiges Gewerbegebiet ist bislang einzigartig. Ziel ist es, eine innovative und nachhaltige Stadtteilentwicklung zu schaffen, die Kosten- und Leistungsstrukturen verbessert. Das neue Gewerbequartier mit einer zukunftsfähigen und modernen Infrastruktur wird nachhaltig und effizient mit Energie versorgt und leistet einen Beitrag für den Aufbau attraktiver Arbeitsplätze.

Mit dem Projekt „OutSteP“ treiben die Stadtwerke Lübeck GmbH der Digitalisierung des Kundenservices voran. Dazu haben die Stadtwerke Lübeck eine zentrale Plattform entwickelt, über die Kundenanliegen gesteuert, gezählt und gemessen werden. Die Servicequalität wird darüber hinaus durch eine bedarfsgerechte Personaleinsatzplanung nachhaltig verbessert. Zur weiteren Optimierung der Kundenzufriedenheit wird regelmäßig ein Kundenfeedback durch Call-recording und automatisierte Kundenzufriedenheitsbefragungen eingeholt. Alle Vorgänge werden in einem Push-Verfahren den Mitarbeitern elektronisch zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, eine bessere Kundenorientierung zu schaffen, Effizienz und Qualität des Unternehmens zu steigern, nachhaltig zu arbeiten und Kosten zu senken.

Eine digitale und nachhaltige Kundenorientierung ist auch der Wuppertaler Stadtwerke GmbH ein wichtiges Anliegen. Das Modell „Tal.Markt-Der BlockChain-Markt für den Ökostrom“ ist eine digitale Plattform, die Vertrieb, Bilanzkreismanagement, Direktvermarktung und den wettbewerblichen Messstellenbetrieb verknüpft. Hier kann der Verbraucher entscheiden, welche Art Strom er beziehen möchte und von welchem Anbieter dieser kommen soll. Dabei kann er aus einem regionalen Grünstromangebot einen individuellen Strommix selbst bestimmen. Ziel ist, die nachhaltige Verknüpfung von regionaler Stärke und digitaler Kompetenz, ausgerichtet an den Bedürfnissen des Endkunden nach Individualität, Regionalität und einer grünen Grundeinstellung.

Stadtwerk am See GmbH & Co. KG (Überlingen) setzt mit ihrem Projekt „Elektromobilität als ganzheitlicher Ansatz für kommunale Unternehmen“ auf ein neues Geschäftsfeld der Energiebranche. Dazu entwickelten die Stadtwerke am See einen ganzheitlichen Ansatz zur Beratung, Planung, Umsetzung, Vertrieb und Betrieb von Elektromobilität. Insbesondere kleinere Unternehmen in der Region sollen bei der Elektromobilität und Implementierung zukunftsfähiger Lösungen unterstützt werden. Ziel ist es, das bisher erfolgreich etablierte E-Carsharing und den E-Service auszubauen und neue Elektromobilitätskonzepte, gemeinsam mit neuen Partnern, zu erarbeiten.

Die Zukunft der Elektromobilität ist auch der Thüga Aktiengesellschaft (München) ein wichtiges Anliegen. Das Projekt „Mit Algorithmen zu Ladesäulen – eine nutzungsbasierte Potentialanalyse für öffentliche Ladeinfrastruktur“ bietet ein digitales Prognosemodell, um geographische Nutzungsmuster für Ladeinfrastruktur zu erkennen. Es wurde ein selbst lernender Algorithmus entwickelt, der potentiell interessante, d.h. gut ausgelastete, Standorte für öffentliche Ladeinfrastruktur identifiziert. Dieser ist sowohl in Regionen mit bestehender Ladeinfrastruktur, als auch in Gebieten ohne Ladeinfrastruktur einsetzbar. Durch die nutzungsbasierte Analyse, können die Ladesäulen kundenzentriert ausgerichtet und eine möglichst hohe Auslastung erreicht werden.

Die nominierten Unternehmen und Projekte werden in der Juli-Ausgabe (Erscheinungsdatum: 9. Juli) der ZfK und auf dem VKU-Stadtwerkekongress ausführlich vorgestellt. Weitere Informationen: www.award.stadtwerkekongress.de

Folgen Sie dem STADTWERKE AWARD auch auf Twitter: @StadtwerkeAward

Ansprechpartner:
Dr. Nadja Thomas, Pressesprecherin,
Trianel GmbH Fon +49 241 413 20-466 | Mobil +49 160 96 37 04 56 | E-Mail n.thomas@trianel.com

Stefan Luig, Pressesprecher,
Verband kommunaler Unternehmen Fon +49 30 5850-226 | Mobil +49 170 8580-226 | E-Mail luig@vku.de

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