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19.02.2026

Gemeinsame Erklärung: Ohne Vertrauensschutz für Speicher keine notwendigen Milliardeninvestitionen!

Aachen. Die Neuordnung des Netzentgeltsystems im sogenannten „AgNes-Prozess“ durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) tangiert alle Bereiche der Energiewirtschaft mit ihren Verbrauchern, Erzeugern und Speichern. Aber der AgNes-Prozess darf das Investorenvertrauen nicht beschädigen, da sonst dringend erforderliche Investitionen für die Modernisierung des Energiesystems deutlich verteuert und verzögert werden.

 

Speicher können als Bindeglied zwischen volatiler erneuerbarer Erzeugung und dem Stromverbrauch dienen. Sie können die schwankende Erzeugung ausgleichen, Preisspitzen glätten und zur Versorgungssicherheit sowie zur Systemstabilität im Zuge der Dekarbonisierung beitragen. Im Energiesystem der Zukunft können sie damit eine Schlüsselrolle übernehmen.

 

Dass die BNetzA im Rahmen von AgNes die in § 118 Absatz 6 EnWG geregelte Netzentgeltbefreiung nun in Frage stellt, ist ein Schock für alle im Speicherbereich tätigen Investoren. Die Regelung sieht vor, dass Speicher, die vor dem 4.  August 2029 ans Netz gehen, für 20 Jahre von Netzentgelten befreit sind. Darauf hat sich diese Zukunftsbranche verlassen – und genau das steht jetzt auf dem Spiel.

 

Mit dem Plan, alle Speicher mit Netzentgelten – zudem in unbekannter Art und Höhe – zu belasten, wird bei einer Vielzahl bestehender, in Realisierung befindlicher und projektierter Speicher nachträglich in die Geschäftsgrundlage eingegriffen und ihnen die Planungssicherheit entzogen. Die Projekte wurden oder werden im Vertrauen auf die Regelung im Energiewirtschaftsgesetz bereits realisiert.

 

Die absehbare Folge ist, dass fast alle Speicherprojekte, die heute bis 2029 in Planung sind, vorerst zurückgestellt werden. Das sind laut dem Beratungsunternehmen Enervis allein im Bereich der Batteriespeicher Projekte in einem Umfang von 16 GW. Damit würde der dringend benötigte Beitrag dieser Speicher zur Versorgungssicherheit und zur Systemstabilität auf absehbare Zeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Es drohen Fehlinvestitionen in Milliardenhöhe. Das Vertrauen in den Investitionsstandort Deutschland und in die Energiewende wird massiv geschädigt.

 

Was der Speichersektor jetzt braucht, ist eine kurzfristige Klarstellung der BNetzA, dass sie Projekten, die bereits realisiert wurden, die sich aktuell in der Realisierungsphase befinden oder deren Investitionsentscheidung noch zu treffen ist, Vertrauensschutz gewähren wird.

Diese Pressemeldung gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.

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Pressekontakt

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Ingela Marré, Pressesprecherin der Trianel GmbH

Ingela Marré

Pressesprecherin