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Trianel persönlich: Herbert Muders
Trianel persönlich 17.12.2020

Trianel persönlich: Herbert Muders

Welche Gesichter stecken hinter den Dienstleistungen von Trianel? Regelmäßig stellen wir Ihnen im Blog unsere Mitarbeiter vor, die uns in einem Interview Rede und Antwort stehen. Heute lernen Sie Herbert Muders kennen, der sich bei Trianel als Bereichsleiter Projektentwicklung Onshore deutschlandweit um Wind- und PV-Projekte von der Weißfläche bis zur Inbetriebnahme kümmert.

Welche Aufgaben verbergen sich hinter deiner Titelbezeichnung bei Trianel?

Mit 22 einzigartigen Menschen darf ich in der Projektentwicklung Onshore zusammenarbeiten; wir entwickeln deutschlandweit Wind- und PV-Projekte von der Weißfläche bis zur Inbetriebnahme.

Bei einem Projekt, welches von Grund auf entsteht, beginnt der Prozess in der Regel mit dem Sichern einer Projektfläche, beispielsweise von einem Landwirt oder einer Gemeinde. Dies geschieht oftmals auch in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern vor Ort. Wir werben für die Zustimmung der lokalen, politischen Entscheidungsträger zu dem geplanten Projekt.

Dann gilt es planungsrechtliche Vorgaben einzuhalten, vielfältige Gutachten zur Natur und zum Artenschutz, aber auch zu möglichen Auswirkungen von Infraschall, Spiegelung, Schattenwurf etc. einzuholen. Auch ist das Einholen einer Baugenehmigung und die Finanzierung der Projekte, deren Voranschreiten wir bis zum Schluss strukturieren und kontrollieren, in unserer Verantwortung. Nach Fertigstellung übergeben wir die Anlagen dann unseren Kunden, welche sie betreiben und lange daran Freude haben sollen.    

Was hast du vor deiner Zeit bei Trianel gemacht?

Aufgewachsen auf einem Binnenschiff und später in einer Weinregion hatte ich schon immer Genuss und Energie als prägendes Element in mir.

Nach dem Studium der Verfahrenstechnik (FH Bingen; am Rhein und Weinregion) habe ich als Entwicklungsingenieur für Solarkraftwerke in Jordanien und Spanien gearbeitet. Danach beriet ich Stadtwerke. Nach viel konzeptioneller Arbeit überführte ich dann bei Mark-E die Konzepte in die Realität und leitete später den Vertrieb.

Allerdings stelle ich mir mit  47 Jahren dann die Frage: Mache ich das bis zur Rente? Eines Samstags setzte ich mich dann ins alte Auto meines Vaters (regionales Kennzeichen) und begann, Dächer von Winzern und Landwirten zu pachten, um dort kleine Solaranlagen zu bauen. Als mit dem fürchterlichen Reaktorunfall in Fukushima im Mai 2011 der Anfang vom Ende der Atomkraft unweigerlich eingeleitet wurde, habe ich zeitgleich die Geschäftsführung der juwi solar übernommen, bevor ich 2017 dann zur Trianel wechselte.  

Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Den typischen Arbeitstag als solchen gibt es bei uns Projektierern Gott sei Dank nicht, da unser Geschäft jeden Tag mit neuen Herausforderungen auf uns wartet. Da wir ein sehr großes Team sind und sehr viele Projekte betreuen, ist für uns der intensive Austausch essenziell.

So starte ich meinen Tag in der Regel um 08:30 Uhr bereits mit Telefonaten aus dem Auto und habe dann bis 17:00 Uhr weitere Gespräche, Teammeetings und Projektbesprechungen, bevor ich danach anfangen kann inhaltlich zu arbeiten. Vor Corona haben wir natürlich auch viel Zeit in die Pflege unseres Netzwerks gesteckt. Das versuchen wir so gut es geht auf dem virtuellen Wege aufrechtzuerhalten.

Was macht die Arbeit in der Energiewirtschaft für dich besonders?

Das Besondere ist, dass es sich in meinen Augen dabei um Kulturarbeit handelt. So wie wir Energie nutzen, so leben wir. Ebenso wie wir die Versorgervielfalt in Deutschland betreiben und damit Städten Einnahmen ermöglichen. Auch das ist für mich ein Stück Kultur.

Unsere Projektentwicklung ist dabei ein Zahnrad im gesamten Konstrukt und liefert einen nachhaltigen Kulturbeitrag.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis im Kundenkontakt?

Da gibt es zwei schöne Erlebnisse. Das erste war, einen an den Wettbewerb verlorenen 100-GWh/a-Kunden wieder mit Marge und über Innovation zurück zu gewinnen.

Das andere war auf einem vereisten Dach am 30.12. mit Installateuren gemeinsam eine PV-Anlage in Betrieb nehmen zu können.

Highlight bei Trianel?

Definitiv die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Insbesondere natürlich da wir ein fantastisches Team in der Projektentwicklung haben, aber auch über die verschiedenen Bereiche hinaus.  Außerdem der Aufbau der Gesellschaften Trianel Projektentwicklung (TEP) und Trianel Wind und Solar (TWS).

Wie verbringst du deine Freizeit?

Wenn man mich nicht auf dem Rad antrifft, dann meistens in der Küche beim Kochen. Ansonsten wandere ich auch gerne, treffe Freunde und lese; aktueller Tipp: Factfulness von Hans Rosling.

Kontakt

Herbert Muders, Bereichsleiter der Projektentwicklung Onshore der Trianel GmbH

Herbert Muders

Bereichsleiter Projektentwicklung Onshore

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