Trianel FlexIndex steigt im 2. Quartal 2022 weiter

Trianel FlexIndex spiegelt wachsenden Bedarf nach Flexibilität in Zeiten hoher Erneuerbaren-Einspeisung

8. August 2022, Aachen. „Die aktuell stark schwankenden Preise an Großhandelsmärkten in Folge der Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg spiegeln sich auch in den Preisen an den Kurzfristmärkten wider. Darüber hinaus haben die Erneuerbaren im 2. Quartal 2022 einen Anteil von 49,1 Prozent an der deutschen Stromerzeugung und lagen damit 2 Prozent höher als im 2. Quartal 2021. Der steigende Anteil der Erneuerbaren betont die zunehmende Bedeutung von Flexibilitätsoptionen gerade in kritischen Zeiten für die Versorgungssicherheit. „Der Trianel FlexIndex für das 2. Quartal 2022 verdeutlicht, dass Versorgungssicherheit auch eingepreist wird und somit Investitionen in den Ausbau von Flexibilitätsoptionen wie Großspeichertechnologien oder auch Demand-Side-Management-Lösungen attraktiver werden“, stellt Dr. Matthias Leuthold, Leiter des FlexStore bei Trianel, fest.

FlexIndex im Q2/2022

Im 2. Quartal 2022 ist der Trianel FlexIndex um 99 Punkte auf 510 Punkte im Vergleich zum 1. Quartal 2022 gestiegen. Damit schwächte sich das sehr hohe Wachstum von 108 Punkten im ersten Quartal zwar um 9 Punkte ab, zeigt aber insgesamt weiterhin hohe Zuwachsraten. Der bisher höchste Zuwachs wurde im 3. Quartal 2021 gemessen. „Der Hauptgrund dafür sind die weiterhin sehr großen Preisdifferenzen am Spot- und Intradaymarkt durch das aktuelle Marktgeschehen. Während wir im 1. Quartal 2022 deutliche Impulse durch die hohe Windstromerzeugung gesehen haben, trug im 2. Quartal die hohe PV-Einspeisung maßgeblich zu den steigenden Preisen an den Kurzfristmärkten bei. Im Juni 2022 erreichte die PV-Einspeisung einen neuen Rekordwert. Allein am 15. Juni erreichte die PV-Einspeisung mit 324,0 GWh die bislang höchste Einspeisung innerhalb eines Tages“, erläutert Stephan Oberreuter, Leiter Analyse und Modellierung bei Trianel. „Die Wirkung der Erneuerbaren auf die Kurzfristmärkte wird immer deutlicher. Damit steigt auch die Notwendigkeit nach mehr Flexibilitätsoptionen, um das Gesamtsystem zu stabilisieren“, so Oberreuter weiter.

Entwicklung des Trianel FlexIndex im 2. Quartal 2022
Diagramm: Trianel FlexIndex im 2. Quartal 2022

Entwicklung des Trianel FlexIndex seit 2017 nach Preis

Die Entwicklung des Trianel FlexIndex seit dem Basisjahr 2017 zeigt deutlich, wie sich die Entwicklung des Indikator für Flexibilität seit Ende des Jahres 2021 beschleunigt hat und sich der Wert von Versorgungssicherheit auch auf den Märkten spiegelt.

Entwicklung des Trianel FlexIndex 2017–Q2/2022
Diagramm: Entwicklung des Trianel FlexIndex nach Preis 2017–Q2/2022

Entwicklung des Trianel FlexVolumenIndex

Der Trianel FlexVolumenIndex zeigt ebenfalls seit dem Basisjahr 2017 eine stark steigende Tendenz von 100 Punkten auf 164 Punkte. Im 2. Quartal 2022 hat der Volumenindex zwar um knapp 2 Punkte verloren, insgesamt nehmen die Handelsaktivtäten an den Kurzfristmärkten aber zu.  

Entwicklung des Trianel FlexVolumenIndex 2017–Q2/2022
Diagramm: Trianel FlexVolumenIndex 2017–Q2/2022

Ihre Ansprechpartner

Dr. Nadja Thomas, Pressesprecherin der Trianel GmbH

Dr. Nadja Thomas

Pressesprecherin

Ingela Marré, Pressesprecherin der Trianel GmbH

Ingela Marré

Pressesprecherin

Alexander Land, Leiter Unternehmenskommunikation & Energiepolitik der Trianel GmbH

Alexander Land

Leiter Unternehmenskommunikation & Energiepolitik

Über den Trianel FlexIndex

Trianel hat den FlexIndex entwickelt, um die Marktentwicklung von Flexibilität kontinuierlich zu bewerten und Marktimpulse für die Entwicklung von neuen Flexibilitätsoptionen kontinuierlich zu analysieren. Der FlexIndex wird quartalsweise erhoben und setzt sich aus insgesamt 6 Indikatoren zusammen. Die einzelnen Indikatoren bilden jeweils die Preisdifferenzen an den Spot- und Intraday-Märkten ab und werden im Trianel FlexIndex zusammengeführt. Als Datengrundlage dienen Daten der EPEX, Daten aus der Kurzfristvermarktung sowie hauseigene Daten. Darüber hinaus setzt Trianel eigene Algorithmen ein, um die täglichen Daten zusammenzuführen und zu analysieren. Ziel ist es, die zunehmende Wertigkeit von Flexibilität marktnah zu visualisieren und gleichzeitig die Notwendigkeit von Flexibilität über die aktuell gehandelten Volumina an den Märkten zu spiegeln. Das Mittlungsintervall von 365 Tagen ist so gewählt, dass kurzfristige saisonale Schwankungen ausgeglichen werden, und der langfristige Trend erkennbar wird.

Im Rahmen von FlexStore und FlexPool bietet Trianel auf dieser Berechnungsbasis auch Modelle für die Berechnungen für die wirtschaftliche Entwicklung von Batteriespeicher-Projekten, Demand Side Management sowie anderen Möglichkeiten zur Bereitstellung von Flexibilität, wie beispielsweise der flexiblen Bewirtschaftung von Elektrolyseanlagen zur Wasserstofferzeugung oder Biogasanlagen, an.

Der FlexIndex wird quartalweise veröffentlicht.

www.trianel.com/flexindex