2024 und 2025 im Rückblick: FlexIndex pendelt auf hohem Niveau
Zwischenbilanz zwei Jahre nach Update der Berechnungsgrundlage
16. Januar 2026, Aachen. Die Stadtwerkekooperation Trianel zieht zwei Jahre nach der Anpassung der Berechnungsgrundlage des Trianel FlexIndex eine positive Zwischenbilanz. Ende 2023 wurde die Methodik zur Berechnung des Index weiterentwickelt, um dynamische Marktphasen differenzierter abzubilden. Seitdem reagiert der Index schneller auf Marktveränderungen und ist zugleich robuster gegenüber Einzeleffekten, wodurch sich die Aussagekraft insgesamt erhöht.
Pendelbewegung auf hohem Niveau
In den acht Quartalen seit Beginn des Jahres 2024 bewegt sich der Index in einem Korridor zwischen 335 Punkten (April 2024) und 484 Punkten (September 2025). Für diesen Zeitraum ergibt sich eine tägliche Volatilität von 0,3 %, eine annualisierte Volatilität von 6,4 % sowie ein durchschnittlicher Indexstand von 414 Punkten. Damit liegt der FlexIndex im Mittel rund 314 % über dem Basiswert des Jahres 2017.
Dr. Michael Heuterkes, Abteilungsleiter Modellierung und Quantitative Analyse bei Trianel, erläutert: „Seit der weitgehenden Normalisierung der Energiemärkte und der Anpassung unserer Berechnungsmethode beobachten wir ab 2024 eine pendelnde Seitwärtsbewegung des Index.“ Der Index bewegte sich in diesem Zeitraum hauptsächlich in einem Korridor zwischen 350 und 450 Punkten. Setzt man den durchschnittlichen Indexstand der vergangenen zwei Jahre von 414 Punkten ins Verhältnis zum Basiswert von 2017, ergibt sich eine Vervierfachung des Ausgangsniveaus. „Zwar bereinigen wir den FlexIndex mathematisch zu einem gewissen Grad um saisonale Effekte, dennoch beeinflussen Jahreszeiten und Wetterphänomene seinen Verlauf weiterhin. Das zeigt sich auch in diesem Jahr durch den Peak im Spätsommer sowie in der saisonal typischen Rückbewegung mit Beginn des Herbstes. Insgesamt ist somit ein moderates, teilweise saisonal geprägtes Pendeln auf hohem Niveau erkennbar“, führt Heuterkes weiter aus.
Sinkende Spreads im letzten Quartal 2025
Weniger Volatilität an den Märkten und geringere Preisdifferenzen im Day-Ahead und Intraday-Handel haben den FlexIndex im vierten Quartal 2025 von 480 Punkten auf 381 Punkte geführt (-20,6 %). Über den gesamten Zeitraum von 92 Tagen zeigte sich ein gleichmäßiger und kontinuierlicher Verlauf ohne ausgeprägte Ausschläge, woraus sich ein Durchschnittswert von 432 Punkten ergibt.
Dr. Christian Schmitz, Leiter 24/7 Desk bei Trianel, erkennt Parallelen zum Vorjahr: „Eine ähnliche Marktsituation konnten wir bereits im vierten Quartal 2024 beobachten. Im Vergleich zu den Sommermonaten führt die geringere Solarstromerzeugung typischerweise zu einer ruhigeren Marktdynamik. Im vergangenen Jahr sorgten in diesem Zeitraum jedoch zwei Dunkelflauten im November und Dezember noch einmal für erhöhte Volatilität und temporäre Ausschläge des Index. Die damals angespannte Erzeugungslage führte insbesondere um den 12. Dezember 2024 zu sehr hohen Preisen im Day-Ahead-Handel. Solche außergewöhnlichen Wetter- und Preissituationen sind in diesem Jahr ausgeblieben. Das spiegelt sich auch im insgesamt gleichmäßigen Verlauf des FlexIndex wider.“
Trianel VolumenIndex: Seitwärtsbewegung auch im vierten Quartal
Der VolumenIndex präsentierte sich im vierten Quartal 2025 stabil und bewegte sich auf anhaltend hohem Niveau weitgehend seitwärts. Zu Beginn des Quartals lag der VolumenIndex bei 214 Punkten und zeigte im weiteren Verlauf eine leichte, gleichmäßige Konsolidierung. Zum Jahresende notierte er mit 209 Punkten nahezu auf dem Ausgangsniveau von Januar 2025. Auf Quartalssicht entspricht dies einer moderaten Veränderung von rund -2 %. Der insgesamt konstante Verlauf der letzten zwei Quartale unterstreicht, dass das Handelsvolumen weiterhin stabil auf hohem Niveau geblieben ist.
Ihre Ansprechpartner

Simon Preißinger
Senior Referent Projektmanagement

Dr. Nadja Thomas
Nachhaltigkeitsmanagerin
Über den Trianel FlexIndex
Trianel hat den FlexIndex entwickelt, um die Marktentwicklung von Flexibilität kontinuierlich zu bewerten und Marktimpulse für die Entwicklung von neuen Flexibilitätsoptionen zu analysieren. Der Trianel FlexIndex wird quartalsweise erhoben und setzt sich aus insgesamt 6 Teil-Indikatoren zusammen. Die einzelnen Indikatoren bilden jeweils die Preisdifferenzen an den Spot- und Intraday-Märkten ab und werden im Trianel FlexIndex zusammengeführt. Als Datengrundlage dienen Daten der EPEX, Daten aus der Kurzfristvermarktung sowie hauseigene Daten. Darüber hinaus setzt Trianel eigene Algorithmen ein, um die täglichen Daten zusammenzuführen und zu analysieren. Ziel ist es, die zunehmende Wertigkeit von Flexibilität marktnah zu visualisieren und gleichzeitig die Notwendigkeit von Flexibilität über die aktuell gehandelten Volumina an den Märkten zu spiegeln. Der FlexIndex mittelt Spreads, um kurzfristige und saisonale Schwankungen auszugleichen und langfristige Trends erkennbar werden zu lassen.
Im Rahmen des Trianel Netzwerks FlexStore begleitet Trianel Energieversorger bei der Geschäftsfeldentwicklung Flexibilität, Wasserstoff, Batteriespeicher und Demand Side Management. Mit ihrem virtuellen Kraftwerk bietet Trianel auch Dienstleistungen zur Vermarktung von Flexibilität von Biogasanlagen, KWK-Anlagen und industrieller Flexibilität. Mit eigenen Prognosen und Marktmodellen bietet Trianel Handelsunterstützung, Marktzugang sowie die wirtschaftliche Bewertung von Batteriespeicher-Projekten und Demand Side Management an.
Der FlexIndex wird quartalsweise veröffentlicht.
